Ein kleiner Snack
Die Bahn geht an die Börse. Sicher wird das ein Riesenerfolg, genauso wie die T-Aktie damals.
Einen kleinen Vorgeschmack, was da auf uns zukommt, gibt es ab Dezember: Als Börsenunternehmen muss man selbstverständlich alles zu Geld machen, auch die Kundendaten. Es dürfte sicher für Werbepartner (und nicht nur für die) interessant sein, wer wann wohinfährt und wie oft.
Die Datensammelei klappt natürlich nur, wenn der Kunde seine Fahrkarten nicht mehr anonym gegen Bargeld am Schalter kauft. Um dem einen Riegel vorzuschieben, führt die Bahn jetzt ein Strafgeld für anonymen Ticketkauf ein („Servicegebühr“). Der Spiegel geht auf diesen Aspekt leider nicht ein. Hat denn das keinen Nachrichtenwert? (um mal einen Satz aus dem heutigen Trackback zu klauen).
2,50 Euro sind immerhin ein kleiner Snack. Manche Leute verkaufen ihre Privatsphäre schon für weniger. Z. B. das Versprechen, nach 8000 Euro Umsatz einen kleinen Toaster oder eine einfache Kaffeemaschine geschenkt zu bekommen.
14. Dezember 2008 um 23:03 Uhr
Das mit der „Servicegebühr“ hat sich aber mittlerweile nach Kundenbeschwerden erledigt.