RFID für alle
Sonntag, 20. April 2008Die Firma Wireless Dynamics stellt eine SD-Karte vor, die einen RFID-Reader enthält und somit ein Handy zu einem RFID-Lesegerät macht.
Wie geht das wohl weiter? Eine Newsmeldung der nächsten Jahre könnte so aussehen:
Handy liest Fingerabdrücke vom ePass
Nachdem die im April 2008 vorgestellte RFID-SD-Karte der Firma Wireless Dynamics zu einem Verkaufsschlager wurde und nun fast in jedem Handy steckt, hat ein Unternehmen aus Darmstadt eine Handysoftware herausgebracht, welche die Fingerabdrücke eines in der Nähe befindlichen Reisepasses oder des kürzlich eingeführten neuen Personalausweises auslesen kann. Der gewonnene Abdruck kann als MMS verschickt oder auf jedem Bluetooth-Drucker (wahlweise auf Klebefolie, welche der Software beiliegt) ausgegeben werden.Die Software macht sich eine kürzlich von Bochumer Forschern entdeckte Schwachstelle im EAC-Verschlüsselungsverfahren zunutze. So lässt sich durch Eingabe von wenigen Daten, wie Geschlecht des Besitzers und geschätzten Werten für Alter und Wohnort ein Angriff in wenigen Sekunden durchführen, wobei die Zeit umso kürzer ist, je genauer die Startwerte angegeben werden.
Das für die Technik des ePasses verantwortliche Privatunternehmen Bundesdruckerei war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Bundesinnenminister ließ verkünden: „Jeder gesetzestreue Bürger, der nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“